Eine Schule im Aufbruch

Prüfungsangst? Kloß im Hals bei dem Gedanken an ein Zeugnis? Haben die Kinder hier auch gerade.

Schule (lat. schola), Ursprungsbedeutung: „freie Zeit“

 

Ich bin mir was unsere Zukunft angeht bei so ziemlich nichts sicher, doch bei einer Sache werde ich keine Zugeständnisse machen können. Meine Tochter wird keine normale Schule besuchen wenn sie das nicht ausdrücklich möchte.

 

Wir haben so einige Gemeinschaften und Wohnprojekte besucht und uns die Möglichkeiten der Kinderbildung sehr genau angesehen. Und wir kommen zu dem Ergebnis- was all diese Einrichtungen eint-

 

Bildung und Lernen findet überall und zu jeder Zeit statt.

 

Wer bin ich denn der entscheidet was, wann und wie gelernt werden muss?

 

 

„98% der Kinder kommen hochbegabt zur Welt

Nach der Schule sind es nur noch 2%“     Zitat aus dem Film „Alphabet“ von Erwin Wagenhofer

 

 

In dem „Lernprojekt“  geht es um eben diese Themen. Den kleinen Menschen wird dort die Möglichkeit zur freien Entfaltung gegeben. Spielen, basteln, bauen, kreieren, schnitzen, reden, gärtnern, … und noch so vieles- und zwar immer dann wenn gerade Lust dazu da ist.

 

 

„Na dann machen die ja nie was Richtiges!“

 

Kannst du jetzt sagen- und doch ich verspreche dir- das tun sie. Denn sie haben ihre Freiheit zurück- sobald ein Kanal offen ist- das heißt sobald das Interesse für ein Thema da und groß ist, kann man direkt ausprobieren, nachlesen oder vorspielen. Die Kinder können ihrer inneren Uhr folgen und Dinge auf ihre Weise umsetzen, ausprobieren oder besprechen.

 

Das macht sie so reif, zu Kindern.

 

Sie dürfen Kind sein, sie dürfen aber genauso Verantwortung für jüngere oder für die Tiere übernehmen. Sie dürfen eigentlich fast alles und das fast immer und genau das macht sie zu so tollen (Mit)Menschen.

 

o8.3o. Uhr – Nur wer den Hasen hat darf reden!

 

Klingt seltsam, ist aber eine Uralte Sitte, man nimmt das Recht auf seine Stimme war aber eben nur wenn man an der Reihe ist. So bekommt jeder die Möglichkeit seine Vorstellung vom Tag oder erlebte, geträumte Dinge loszuwerden. Das bleibt auch alles unkommentiert und dann ist eben der nächste an der Reihe. Der Morgenkreis ist eines der wichtigsten Mittel herauszufinden wie es meinem Gegenüber heute geht- was ihn bewegt und worauf er Lust hast. Kenne ich übrigens aus meiner Zeit als Food-Entwickler- dort hieß das „Personalmeeting“ und war immer sehr beliebt.

 

Wir spielen Schule

 

Theater steht heut auf dem Programm-

 

Ich werde zum Tee eingeladen und nach der Probe serviert man uns das Stück. Es geht um Willkür, die Willkür diverser Lehrer und wie man als „normaler Schüler“ damit umgehen lernt.

 

Dann sind die Kleineren dran- Ein Stück über den Frühstückstisch und wie man sich am Besten mit Butter und Milch bewerfen kann.

 

Das gefällt Ella am Besten und wir gehen raus- erst in den Garten und dann in den Wald- einer der Jungen rennt und klettert und springt von allem was da möglich ist. Ich bin beeindruckt von seiner Körperlichkeit und frage mich was so ein Junge wohl von 5 Stunden Unterricht am Stück hätte.

 

Nachdem Gras für die Hasen und die Henne gesammelt wurde geht es rein- von 11.oo. bis 12.oo. Uhr gibt es eine Stunde lang- „Stille Beschäftigung“-in dieser Zeit wird dem Österreichischem Schulsystem Rechnung getragen und es darf gelernt werden. Manche der 9 Kinder nehmen diese Zeit sehr ernst und andere folgen einfach weiterhin ihren Trieben.

 

 

Wozu denn jetzt noch eine Stunde lernen?

 

In Österreich besteht eine „Bildungspflicht“ jedoch keine „Schulpflicht“ und die Kinder dürfen ein Mal im Jahr an einer Prüfung teilnehmen in der abgenommen wird ob der „Lernstoff“ tatsächlich vom Lehrplan in den Kopf des Kindes gewandert ist.

Was den Kindern die zu Hause unterrichtet werden, nie schwer gefallen ist. Alle Kinder aus dieser Einrichtung haben die Prüfungen mit Bravour gemeistert.

 

 

Unser Film:

 

 

 

 

Mein Eindruck

 

Kinder die frei sein dürfen, wenn auch ein „Rahmenplan“ besteht, sind vielleicht besser dran als solche die von o7.3o. Uhr stille sitzen müssen, Kinder die offen, ehrlich und gewaltfrei begleitet werden sind vielleicht die die Lernen als das wahrnehmen was es ist-

 

ein ständiger Prozess der am Einfachsten voran geht wenn es einfach passiert.

 

Kinder (mal) einfach machen zu lassen ist in meinen Augen das gesündeste und für ihre Entwicklung eines der wichtigsten Dinge.

 

Die Zeit in diesem Haus war toll, die Kinder waren sehr offen und liebevoll. Es herrscht eine ganz besondere Stimmung – eben gar nicht wie Schule. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.

 

Willst du mehr wissen?

Film:

 

Youtube Interviews:

 

Blogs:

 

Webseiten- Informationen:

 

Festival:

  • Schulfrei Festival 2016 bei Berlin

 

Was kommt nach dem Abi?:

 

Bücher:

 

 

 

 

Was denkst du denn über Schule, unser System oder kennst du vielleicht andere Schul- Projekte? Gibt es denn Alternativen- in denen unsere Kinder mit Lust und viel Freiheit lernen können. Lass mich wissen was du darüber denkst.

Ich bin gespannt, denn lernen hört nie auf!

 

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.

Gruß

Bob von Aeroh Travel Kitchen

 

 

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